Prävention

Gesundheitsprävention bedeutet, der Entstehung von Verbreitung von Krankheiten vorzubeugen. Die zentrale Strategie bei Präventionsmaßnahmen ist, Auslösefaktoren von Krankheiten zu verringern oder ganz auszuschalten. Bei Maßnahmen im präventiven Kontext werden letztendlich immer auch Verhaltensänderungen angestrebt.

Das Ziel der präventiver Maßnahmen ist daher die Verringerung der Wahrscheinlichkeit, dass Erkrankungen auftreten. Dies soll durch eine Senkung der diesen Erkrankungen zugrunde liegenden Risikofaktoren.
Im Handlungsleitfaden der gesetzlichen Krankenkassen zum §20 SGB werden für verschiedene Bilder von Krankheiten folgende zu bevorzugende präventive Interventionen genannt:

  • Herz-Kreislauferkrankungen: Vermeidung von Rauchen, Übergewicht, Bluthochdruck, Bewegungsmangel, übermäßigem Alkoholkonsum, Dysstress (vor allem in Bezug auf Herzinfarkte und Schlaganfälle)
  • Diabetes mellitus Typ 2: Vermeidung des metabolischen Syndroms (gekennzeichnet durch eine Kombination aus Adipositas, Hyperlipoproteinämie, Hypertonie und Hyperurikämie, die mit einer Insulinresistenz, Glukosetoleranzstörung bzw. einem manifesten Diabetes einhergeht) durch Förderung von Bewegung und
    ausgewogener Ernährung, Zurückdrängung der o. g. Risikofaktoren
  • bösartige Neubildungen: Förderung einer ballaststoffreichen, fettarmen Ernährung zur Vermeidung von Colon-Rektumkarzinomen und Nichtrauchen zur Vermeidung von Lungenkarzinomen
  • Krankheiten der Muskeln, des Skeletts und des Bindegewebes: Vermeidung von Übergewicht, Verhütung von Gelenkverletzungen, Kräftigung der Muskulatur (vor allem in Bezug auf Arthrosen und Dorsopathien)
  • Depressionen und Angststörungen: Förderung individueller Kompetenzen der Belastungsverarbeitung zur Vermeidung von Dysstress.

Bewegungsmangel, Fehl- und Überernährung, mangelnde Stressbewältigungs- und Entspannungskompetenzen sowie Suchtmittelkonsum bilden wichtige Risikofaktoren für zahlreiche der o. g. Erkrankungen. Deshalb spiegeln die vier Handlungsfelder der Prävention auch diese Risikofaktoren wider:

Bewegungsgewohnheiten

Reduzierung von Bewegungsmangel durch gesundheitssportliche Aktivität und die Vorbeugung und Verminderung spezieller gesundheitlicher Risiken durch geeignete verhaltens- und gesundheitsorientierte Bewegungsprogramme. Lesen Sie mehr

Ernährung

Vermeidung von Mangel- und Fehlernährung sowie die Verringerung von Übergewicht. Lesen Sie mehr

Stressmanagement

Förderung von Stressbewältigungskompetenzen und das Erlernen und die Durchführung von Entspannungsverfahren. Lesen Sie mehr

Suchtmittelkonsum

Die zwei Schwerpunkte sind Rauchen und Alkoholkonsum. Ziel ist die Förderung des Nichtrauchens und ein gesundheitsgerechter Umgang mit Alkohol. Lesen Sie mehr